Sonstige Infos
Schutzräume
Die derzeitige politische Lage läßt zwar hoffen, daß es zumindest kurzfristig keine kriegerischen Auseinandersetzungen mit
anderen Staaten mehr auf und über deutschem Boden geben wird, dennoch kann es natürlich auch nach Ende des Kalten Krieges nicht gänzlich
ausgeschlossen werden.
(Ein Krieg beispielsweise zwischen dem „Westen“ und Rußland wird von manchen Experten innerhalb der nächsten 15 Jahre durchaus für möglich gehalten.)
Ebenso können Katastrophen oder terroristische Aktivitäten Zufluchtsstätten für die Bevölkerung erforderlich machen.
Auf dem Gebiet der Stadt Bielefeld (das beinhaltet auch Sennestadt) gibt es nur noch 2 öffentliche Schutzräume, die der Zivilschutzbindung unterliegen
und somit der Zivilbevölkerung als Zufluchtsstätte im Verteidigungsfall dienen:
- 1 Hochbunker: Weißenburger Straße 11, 33607 Bielefeld (Innenstadt); für 1500 Personen
- 1 Hochbunker: Neustädter Straße 17, 33602 Bielefeld (Innenstadt); für 1000 Personen
Die restlichen Bielefelder Luftschutzbunker (
LSB) aus alten Tagen sind nicht mehr in Betrieb.
Die Zukunft sieht noch düsterer aus: Auch die beiden übriggebliebenen Bielefelder Bunker sollen demnächst (ein genauer Termin steht noch nicht fest)
aus der Zivilschutzbindung entlassen und anschließend verkauft werden.
Damit werden sie nicht mehr als öffentlicher Schutzraum zur Verfügung stehen und ganz Bielefeld über keinen einzigen öffentlichen Schutzraum
für die Zivilbevölkerung mehr verfügen.
Die Sirenen sind eh schon Anfang der 90er Jahre in ganz Bielefeld (und anderen Städten) ersatzlos abmontiert worden.
Dort verfügt man somit über keine adäquate Möglichkeit der sofortigen Warnung der Bevölkerung mehr.
So müssen Sie im Fall der Fälle auf die Medien (
v. a. entsprechende Radiosender: öffentlich-rechtliche und zahlreiche der privaten werden mit Warnmeldungen versorgt) vertrauen.
Manche Meldungen lassen sich auch übers Internet abrufen.
Und wenn sonst gar nichts mehr geht, können helle Köpfe der Behörden Kirchenglocken (zu ungewöhnlichen Zeiten) läuten lassen … – dies ist aber
kein offizielles Warnmittel und auch nicht zuverlässig.